Therapeut mit Blick auf einen Bewohner im Rollstiuhl

Wachkoma

Spezialisierte Betreuung bei schweren neurologischen Schädigungen

Chronischen Bewusstseinsstörungen (Disorders of Consciousness, DoC) entstehen infolge schwerer erworbener Hirnschädigungen, beispielsweise nach Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall oder hypoxischer Hirnschädigung. Zu den chronischen Bewusstseinsstörungen zählen unter anderem das Syndrom reaktionsloser Wachheit (Wachkoma) sowie der Minimalbewusstseinszustand. Die Betroffenen weisen unterschiedlich ausgeprägte Störungen des Bewusstseins und der Interaktion mit ihrer Umwelt auf und benötigen hochspezialisierte pflegerische, medizinische und therapeutische Versorgung. Ziel ist es, ein würdevolles Leben zu ermöglichen und die Lebensqualität bestmöglich zu sichern.

Ansprechpartner:innen

Daniela Digruber

Aufnahmemanagerin für Bewohner:innen

HB Seeböckgasse

Angebot, Förderung und Orientierung im Alltag

Im Mittelpunkt der Versorgung steht der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen, Ressourcen und Lebensgewohnheiten. Neben den neurologischen Beeinträchtigungen werden biografische Aspekte, persönliche Präferenzen sowie das soziale Umfeld in die pflegerische und therapeutische Planung miteinbezogen. Die Betreuung zielt darauf ab, die körperliche und psychische Stabilität zu fördern, Komplikationen vorzubeugen sowie vorhandene Fähigkeiten und Reaktionsmöglichkeiten zu erhalten und sofern möglich zu fördern.

Zum Einsatz kommen pflegerische und therapeutische Konzepte wie die Basale Stimulation nach Prof. Dr. Fröhlich, Kinästhetik und Aromapflege. Diese Interventionen unterstützen die Wahrnehmungsverarbeitung, fördern die Bewegungsressourcen sowie das Wohlbefinden und unterstützen die Kommunikation. Ergänzend bildet die Bezugspflege ein zentrales Element des Versorgungskonzeptes. Durch kontinuierliche Bezugspersonen werden Vertrauen, Sicherheit, Orientierung und die individuell abgestimmte Betreuung gefördert.

Versorgung durch ein multiprofessionelles Team

Das Pflegekrankenhaus Haus der Barmherzigkeit Seeböckgasse in Wien-Ottakring verfügt über eine spezialisierte Station für Bewohner:innen mit chronischen Bewusstseinsstörungen. Die Versorgung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team, das sich aus Pflegefachpersonen, Ärzt:innen sowie Therapeut:innen verschiedener Fachrichtungen zusammensetzt, darunter Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Die enge interprofessionelle Zusammenarbeit ermöglicht eine kontinuierliche Abstimmung diagnostischer, therapeutischer und pflegerischer Maßnahmen mit dem Ziel, die Lebensqualität der Bewohner:innen zu erhalten und zu fördern, Komplikationen vorzubeugen und individuelle Entwicklungspotenziale bestmöglich auszuschöpfen.

Die Zuweisung und Förderung erfolgt über die geltenden Zuweisungskriterien des Fonds Soziales Wien (FSW).

Alle Standorte mit dieser Leistung

Eingang von Pflegekrankenhaus Seeböckgase
Wien

HB Seeböckgasse in Wien-Ottakring

Pflege und Betreuung älterer Menschen
Demenz
Multiple Sklerose und Neurologie
Wachkoma
Hospiz

Häufig gestellte Fragen zur Betreuung für Menschen im Wachkoma

Dieser FAQ-Bereich gibt einen Überblick über die Besonderheiten der Betreuung, wichtige Informationen zur Aufnahme und zum Alltag auf der Wachkomastation.

Was unterscheidet eine Wachkomastation von einer regulären Station?

Wie erfolgt die Aufnahme auf eine Wachkomastation?

Für welche Personen ist das Angebot geeignet?

Welche Qualifikation ist für die Arbeit in diesem Bereich erforderlich?

Ist ehrenamtliches Engagement möglich?

Arbeiten im HB

In unseren interdisziplinären Teams übernehmen wir täglich Verantwortung für Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf. Gemeinsam treffen wir fachliche Entscheidungen, bringen unsere Expertise ein und entwickeln unsere Kompetenzen laufend weiter. Bewirb dich jetzt und werde Teil vom Team!